DESSIN – Zeichnung in der Zentralschweiz !
LINES OF SCENT
Geruch wird zur Linie: Die Arbeit «Lines of Scent» übersetzt Gerüche in visuelle Formen respektive Strukturen.
Ausgangspunkt sind riechende Substanzen aus dem Alltag, die unter dem Mikroskop betrachtet werden. Die sichtbaren Strukturen werden als feine Ritzungen in Glasplatten – die Objektträger – festgehalten. In der Präsentation hängen diese Gläser, an Fäden befestigt, frei in einem Rahmen vor der Wand. Wird die Oberfläche mit einer Taschenlampe beleuchtet, erscheinen die Ritzungen als Schattenzeichnungen – flüchtige Projektionen, die sich verändern und verschwinden können, je nach Lichteinfall und Blickwinkel. Die Übersetzung betont in der Präsentation der Gerüche zur Zeichnung die Flüchtigkeit, das Ephemere der olfaktorischen Wahrnehmung.
Zusätzlich ist das Licht der Taschenlampe wie das Licht des Mikroskops: Nur wenn die Lampe eingeschaltet ist, sieht man die Struktur.
Wie der Duft selbst entzieht sich die Arbeit einer eindeutigen Fixierung: Sie ist leicht, zart und temporär. Wie Gerüche, die wir selbst im Schlaf aufnehmen und oft nicht bewusst registrieren, bleibt auch hier vieles verborgen, bis wir es aktiv ins Licht rücken. Flüchtigkeit wird zum Sinnbild für das Zusammenspiel von Riechen, Sehen und Erkennen – ein Wechselspiel zwischen unsichtbarer, vergänglicher Wahrnehmung (Geruch) und sichtbarer Spur (Zeichnung), das erst durch die Handlung der Betrachtenden lebendig wird.
Galerie A PROPOS, «Pendant»


Herzlich willkommen